Mit dem aktuellen Heizspiegel können Mieter und Eigentümer ihren Heizenergieverbrauch bewerten und erhalten Tipps für klimafreundliches, effizientes Heizen. Den Heizspiegel hat die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online im Auftrag des Bundesumweltministeriums in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund e. V. und dem Verband kommunaler Unternehmen e. V. veröffentlicht. Für den diesjährigen Heizspiegel wurden die Daten von über hunderttausend zentral beheizten Wohngebäude aus ganz Deutschland ausgewertet.

Die Auswertung ergab unter anderem, dass Heizen mit Öl im vergangenen Jahr um rund zehn Prozent teurer wurde, während die Kosten für das Heizen mit Erdgas und Fernwärme leicht sanken.

Erstmals wurden im Heizspiegel 2019 auch Häuser mit Wärmepumpenheizung bewertet. Dort sind die durchschnittlichen Heizkosten vergleichsweise gering – auch deshalb, weil Wärmepumpen in den letzten Jahren überwiegend in Neubauten eingesetzt wurden, die deutlich energieeffizienter sind als ältere Bestandsgebäude.

Ein Fazit des Heizspiegels ist, dass der energetische Zustand eines Hauses beim Heizenergieverbrauch einer der wichtigsten Faktoren ist. 700 Euro betrugen die durchschnittlichen Heizkosten in einer 70 Quadratmeter großen Vergleichswohnung im vergangenen Jahr. Aufgrund des Sanierungsstandes gibt es jedoch große Unterschiede. Bewohner in energetisch guten Häusern zahlten im Schnitt 470 Euro, in energetisch schlechteren Häusern jedoch mit 980 Euro mehr als doppelt so viel.

Verbraucher können auf www.heizspiegel.de kostenlos und mit geringem Aufwand prüfen, wo sie mit ihren Heizkosten im Vergleich zu ähnlichen Haushalten stehen. Auch der Heizspiegel-Flyer ermöglicht eine erste Einschätzung. Dieser ist bundesweit bei vielen Mietervereinen, Stadtwerken sowie Städten und Gemeinden erhältlich.

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