Das ganze vergangene Jahrzehnt war geprägt von steigenden Wohnkosten. Die Immobilienwirtschaft geriet in den Fokus zum Teil hitziger Diskussionen – vor allem über die Mieten. Im gleichen Zeitraum erlebte Deutschland einen Arbeitsmarktboom, dessen Wirkung eng verbunden ist mit der Wohnsituation.

Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln hat den Arbeitsmarkt und den Immobilienmarkt in Relation zueinander gesetzt und kommt zu dem Ergebnis, dass die Erschwinglichkeit einer Mietwohnung in weiten Teilen Deutschlands nicht gesunken, sondern gestiegen ist. Um die Erschwinglichkeit zu ermitteln, nutzte das Institut den Vergleich zwischen der Änderung der Bruttolöhne und der Nettokaltmieten. Das Institut bezieht sich auf Daten der Bundesagentur für Arbeit für alle Kreise im Zeitraum 2014 bis 2018 sowie auf Daten für die Nettokaltmieten im gleichen Zeitraum, die das F+B Forschungsinstitut ermittelt hat. Dabei wurde die Entwicklung der Neuvertragsmieten zugrunde gelegt, also ein Umzug im jeweiligen Betrachtungsjahr angenommen.

Das Ergebnis: In Deutschland ist der Medianbruttolohn im Untersuchungszeitrum um insgesamt 9,4 Prozent gestiegen, die Wiedervertragsmieten stiegen durchschnittlich um 8,5 Prozent. Die Wachstumsdifferenz beträgt 0,9 Prozent. Das bedeutet: Relativ gesehen ist Mieten damit insgesamt günstiger geworden, die Erschwinglichkeit ist gestiegen. Diese Aussage gilt für insgesamt 269 der 401 Kreise, also für zwei Drittel.

Die Betrachtung des Durchschnitts sagt jedoch nichts darüber aus, wie es in einzelnen Regionen aussieht und wie stark sich die Spitzenwerte vom Durchschnitt unterscheiden. Dringender politischer Handlungsbedarf besteht weiterhin an den Brennpunkten.

Die Studie zeigt das Auseinanderdriften der Wohnlagen im Detail an: www.iwkoeln.de/studien/iw-kurzberichte/beitrag/michael-voigtlaender-entwicklung-von-loehnen-und-mieten-dreigeteiltes-deutschland-455641.html.

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